Fett weg ohne Absaugung oder OP – eine neue Methode verspricht dies mithilfe des Einsatzes von Ultraschall und des sogenannten Kavitations – Effektes.

In der medizinischen Fachzeitschrift Dermaforum Nr. 5(1) erschien unlängst im Mai 2010 ein aufschlussreicher Artikel, der diese Methode in Frage stellt.

Die mit aggressiver Marketingstrategie vertriebenen Geräte beziehen ihre Wirkungsweise werbewirksam auf einen physikalischen Effekt namens Kavitation.

Es gibt zwei Formen von Kavitation:

Die sogenannte harte Kavitation (instabil) und die sogenannte weiche Gaskavitation (stabil).

Harte Kavitation

Von harter Kavitation spricht man, wenn Flüssigkeit (z.B. Wassermoleküle) unter großen Druckveränderungen verdampfen (vaporisieren). Dadurch entstehen Hohlräume, die durch den Druck von außen kollabieren.

Die hier freiwerdende Energie kann erhebliche gewebsschädigende Nebenwirkungen hervorrufen.

Diese Form der Kavitation kann nach Verständnis des Autors ausgeschlossen werden, da sie aufgrund von gewebsschädigender Nebenwirkungen bei medizinisch-technischen Anwendungen nicht erlaubt ist.

Weiche Kavitation

Bei der sogenannten weichen Gaskavitation (stabil) treten Gase in die Kavitationsblase ein und verhindern so deren Kollaps.

Die entstandene Gasblase löst sich langsam auf.

Die weiche Kavitation ist also ineffektiv.

Hier drängt sich der Verdacht auf, dass diese Termini (Kavitationseffekte) nur zu Werbezwecken für wissenschaftlich nicht untersuchte Ultraschalltechnologien genutzt werden.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, hier eine Aneinanderreihung wissenschaftlich angehauchter Phrasen, statt konkreter Studienergebnisse vorzufinden.

Was bleibt also von der vielbeworbenen effektiven Wirkweise mit den wiederholt dargestellten Sofort- und Langzeiteffekten übrig?

Am ehesten noch die Wärmeeinwirkung auf das Gewebe.

Von vielen wird hier ketzerisch behauptet, der Effekt sei durch das Auflegen einer Wärmeflasche bzw. durch den Gang in die Sauna auch zu erzielen.

Zusammenfassung:

  • Der wissenschaftliche Hintergrund der Methode ist nicht bewiesen.
  • Die Anwendung der sog. harten Kavitation würde zu erheblichen gewebsschädigenden Nebenwirkungen führen und wäre in dieser Form verboten.
  • Das Behandlungsergebnis ist fragwürdig und nach mehreren Sitzungen im Kosmetikstudio mit erheblichen Kosten verbunden.
  • Die Behandlungsform lässt keine formende oder modellierende Tätigkeit zu.
  • Ein Effekt, der mit der Größenordnung einer Fettabsaugung zu vergleichen wäre, konnte bisher nicht belegt werden.
  • Die oft gezeigten Vorher-Nachher-Bilder mit Umfangsreduktion an Bauch und Beinen direkt nach der Behandlung können aus seriöser medizinisch-biologischer Sicht nicht durch die Reduktion von Fett entstanden sein.
  • Die Dauerhaftigkeit eines solchen Behandlungsergebnisses ist bislang nicht nach medizinisch glaubwürdigen Maßgaben belegt.
  • Die Langzeiteffekte sind fragwürdig, die Kurzzeiteffekte aufgrund von unbelegter Datenbasis sind aus medizinischer Sicht abzulehnen.

Fazit:

Die Kavitationsgeräte sind ein Marketinginstrument und beruhen nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Quelle: (1)Dermaforum – Nr. 5 – Mai 2010, Verfasser: Dr. Klaus Hoffmann, Hautklinikum der Ruhruniversität Bochum

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