Lipödem

Lipödem

Im Rahmen einer Lipohypertrophie resp. eines Lipödems ist die klinische Diagnosestellung essentiell, um die Patienten einer effektiven Therapie zuzuführen. Da eine Liposuktion hier wesentlich ein Voranschreiten der Grundproblematik aufhält, Beschwerden lindert und auch eine Ästhetik ermöglicht, die den Betroffenen eine unbefangene Lebensführung ermöglicht (Normalisierung der Ernährung, der Freizeitaktivitäten, Wegfall überflüssiger Lymphdrainage-Methoden) ist diese die Goldstandardmethode. 

Zum Einsatz kommt eine moderne Methode der Liposuktion: nach einer vorausgehend genauen Untersuchung und Diagnosestellung erfolgt die individuelle Planung unter Einsatz spezieller Kanülen. Die Absaugtechnik unterscheidet sich mitunter deutlich von der einer klassischen Fettabsaugung. Unsere 20-jährige Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit einer Lipohypertrophie bzw. einem Lipödem trägt so wesentlich zu den excellenten Ergebnissen bei. 

 

Weitergehende Informationen zu Lipödem und Lipohypertrophie 

Eine übermässige Ansammlung von Fettgewebe wird in der Regel als Übergewicht oder Adipositas beschrieben. 

Die Definition der Adipositas umfasst allerdings nicht die dysproportionalen Fettverteilungsstörungen (Lipohypertrophie und Lipödem), die sich Diäten bzw. Ernährungs- und Bewegungsmassnahmen weitestgehend entziehen. 

Hier kann eine effektive Reduktion des Fettgewebes mit allen positiven Effekten auf das Stoffwechselgeschehen, wie oben beschrieben, nur mithilfe der spezialisierten Liposuktionstechnik (Fettabsaugung) erfolgen. 

So lässt sich dieses Patientengut meist nicht durch Parameter der Adipositas (z.B. BMI)  beschreiben: Insbesondere junge Frauen können hier einen sehr schlanken Oberkörper haben und trotzdem z.B. betonte Fettansammlungen im Bereich der unteren Extremitäten aufweisen, also z.B. im Bereich von Hüfte, Ober- und Unterschenkel. 

Dies bewirkt, dass der Fettanteil bei diesen Menschen trotz schlankem Oberkörper hoch ist. Beim Einsatz des BMI würden diese durch das Raster fallen. 

Die primär empfohlenen Massnahmen Ernährung und Sport, wie auch Lymphdrainagen, Massagen und Stützstrümpfe helfen bei der Diagnose einer Lipohypertrophie bzw. Lipödem in nur sehr begrenztem Umfang. 

Bei Ausprägung eines Lipödems profitieren Patienten allerdings durch eine Liposuktion. 

 

Die Diagnose wird in der Regel mit ausreichender Sicherheit rein klinisch gestellt, ggf. kommen bei diagnostischer Unsicherheit Techniken zum Einsatz wie die Sonographie, Lymphographie oder Lymphszintigraphie. Die BIA kann den Gesamtfettanteil in Bezug zu den Körpergeweben setzen. 

Im Gegensatz zur Lipohypertrophie ist es bei der Adipositas generell so, dass alle Körperbereiche mehr oder weniger gleichmässig von einer Fettgewebsvermehrung betroffen sind. 

Das Lipödem oder die Lipohypertrophie an sich sind nicht Ausdruck von Übergewicht. Patienten mit schlankem Oberkörper und massiven dysproportionalen Fettansammlungen im Bereich der Oberschenkel - solchen Patienten eine Diät und vermehrte Bewegung zu empfehlen, würde in vielen Fällen den Patienten falsche Hoffnungen machen in Bezug auf den erreichbaren Erfolg. 

Eine Adipositas kann jedoch mit diesen Erkrankungen vergesellschaftet sein, so dass dann eine begleitende Anpassung der Ernährung und Massnahmen zur  vermehrten physischen Aktivierung Sinn machen. 

Von einer Lipohypertrophie ist auszugehen wenn es zu einer dysproportionalen Vermehrung des Fettgewebes an den Beinen (und zu etwa 1/3 auch an den Armen) mit bisweilen massiven Fettansammlungen im Gesäss-, Ober- und/oder Unterschenkelbereich kommt. Diese sind primär nicht schmerzhaft, es bilden sich keine berührungsempfindlichen Oedeme aus. 

Da die Füsse, v.a. aber die Zehen von einer Anschwellung nicht betroffen sind, ist dieses Bild von einem Lymphödem, welches zudem Ödeme hinterlässt, die beim festen Eindrücken Dellen hinterlassen, abzugrenzen. In diesem Zusammenhang sei nur am Rande erwähnt, dass Oedeme an den Beinen noch viele weitere Gründe (Venöse Insuffizienz, Eiweissmangel, Nieren- oder Herzschwäche, ...) haben können, auf die hier und jetzt nicht näher eingegangen wird. 

Die Lipohypertrophie hat für den Einzelnen mitunter erhebliche psychische Einschränkungen zur Folge. Auch physisch können sich Einschränkungen zeigen beispielsweise in der kompensatorischen Ausbildung von X- oder O-Beinen oder in Problemen mit der Hautpflege im Bereich von Hautfalten. 

Eine Behandlung mit Lymphdrainagen, Kompressionsbehandlungen u.ä. ist hier nicht erfolgsversprechend; diese kommen nichtsdestotrotz des öfteren zum Einsatz. Der Patient und die Krankenkassen, die diese Kosten übernehmen,  werden hier unnötig belastet. Es kommt über die Jahre gesehen zu Kosten über mehrere Tausend Euro, die für den Patienten keinerlei Nutzen bringen. 

Aus dieser Form der dysproportionalen Fettverteilung entwickelt sich in vielen Fällen ein sogenanntes Lipödem, in Fachkreisen auch Lipohypertrophia dolorosa genannt. Es entwickelt sich auch ohne ein vorausgehendes Stadium der Lipohypertrophie. Das beim Lipödem krankhaft veränderte Fettgewebe neigt zur Wassereinlagerung, was im Verlauf zu Spannungsgefühlen und Druckschmerzen führt. Hämatome (Blutergüsse) bilden sich in diesen Regionen besonders leicht. Auch wenn primär keine Schädigung des Lymphsystems vorliegt, werden viele Menschen bereits in einem solchen Stadium mit Lymphdrainagen, Kneipp Kuren, Massagebehandlungen, Stützstrümpfen u.ä. behandelt. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich dann zusätzlich ein lymphostatisches Ödem organisch fixieren (Lipo-Lymphödem), welches durch die erhöhte Verletzlichkeit und Entzündungsbereitschaft des Fettgewebes eine Gewebsverhärtung (Fibrosierung) mit folgenden Veränderungen am Lymphgefäßsystem bedingt. 

Eine Fettabsaugung (Liposuktion) ist der anerkannt einzig sinnvolle Weg, dieses Problem ursächlich anzugehen.  So kann die Progression aufgehalten werden (Prävention) und den Patienten eine schnelle Symptombesserung erbracht werden (effektive Therapie). 

Die Patienten werden dabei aus Unkenntnis dieses Krankheitsbildes auch von Seiten der Aerzte oft jahrelang unsinnigerweise in über die Zeit gesehen sehr teuren Drainagebehandlungen unterzogen. Die Falschdiagnose Lymphödem hilft hier nur den Kliniken und weiteren Einrichtungen, in welchen diese Massnahmen durchgeführt werden, aber nicht den Patienten. Dieses nicht seltene Krankheitsbild wird also oft schon alleine aus Unkenntnis der falschen Behandlung zugeführt, was auch in der Literatur wiederholt dokumentiert wurde. 

Bei allen Zuständen der Lipohypertrophie und auch des Lipödems hilft eine gezielte Liposuktion, also Fettabsaugung.   

Die in diesem Zusammenhang zum Einsatz kommenden Ausdrücke, wie Reiterhosen, Popeye-Unterschenkel oder die säulenartige Verformung des ganzen Beines, vernachlässigen den Krankheitsaspekt dieser Zustände ganz erheblich und behindern so das adäquate Zuführen dieser Patienten zu einer stadiengerechten Therapie. 

Hier sei auch die Entität MSL (Multiple symmetric Lipomatosis) erwähnt mit vorzugsweise isolierter Fettansammlung im Oberkörper/Halsbereich. Auch hier ist die Liposuktion effektiv und das Ergebnis dauerhaft. 

Die Patienten sind nach einer Liposuktion beschwerdefrei, aufwändige und unnötige zeit- und kostenintensive Therapien werden zum Teil überflüssig. Den Patienten wird, endlich befreit von der Fixierung Ihrer Essgewohnheiten, eine natürliche gesunde Ernährungsform ermöglicht, da nun die Fixierung auf diese Problemzonen oder der Frust über die Aussichtslosigkeit der Therapie mittels Ernährung und Sport wegfällt. Auch die Hautpflege wird wesentlich erleichtert.

Der Patient erfährt so im Gesamten eine neue Lebensqualität und profitiert von einem solchen Eingriff also in gleich vielerlei Hinsicht.