Macht Fett wirklich fett?

Kategorie: Ernährung, SEP-Proteine
Macht Fett wirklich Fett

Fett durch Fett? - ©iStockphoto.com/levkr

Es ist schon lange bekannt: "Fett macht fett" - deswegen esse wenig davon und du bleibst dünn! Fettarme Produkte, auch gern als „light“, „low fat“, „low calory“ bezeichnet sind daher ein andauernder Trend!

Ganz besonders die sogenannten gesättigten Fettsäuren stehen im Fokus des Interesses und sind die bösen Buben der Ernährung. Sie verstopften Gefäße, erhöhen den Cholesterinspiegel und machen dick.

Was ist von diesen Aussagen haltbar - insbesondere auch vor dem Hintergrund der Datenauswertung der sogenannten EPIC Studie, die offenbar einige Stauten ins Wanken bringt?

In der EPIC-Studie werden seit 1992 Essgewohnheiten und Gesundheitszustand von über einer halben Million Menschen in 10 Ländern Europas dokumentiert - davon etwa 50.000 in Deutschland. Das Datenmaterial dieser Studie soll Aufschluss darüber geben, welche Ernährungsform zur Verhütung von Krankheiten optimal ist. Die EPIC-Studie nimmt aufgrund Ihres Umfangs und der langen Phase der Nachbeobachtung eine Sonderstellung ein und liefert so hochwertiges Datenmaterial.

 

Die  EPIC Studie hat gezeigt, dass Menschen, die weniger Fett verzehren im gesamten Schnitt nicht dünner sind als diejenigen sind, die in Ihrer Nahrung einen höheren Fettanteil haben.

  • Ist Fett also gar nicht der Dickmacher?
  • Haben die Trans Fettsäuren (entstehen bei der Härtung von Pflanzenöl in industriell produziertet Nahrung) einen unberechtigt schlechten Ruf?
  • Wird die Wirkung der vielbeschworenen Omega – Fettsäuren überschätzt?

Um dies zu klären, muss man sich die weitere Datenlage ansehen. So empfiehlt auch die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.) in einer Stellungnahme vom März 2010 mit Berücksichtigung dieser und weiterer Daten, weiterhin eine Ernährung mit weniger gesättigten Fetten bei allerdings gleichzeitig erhöhter Zufuhr der mehrfach ungesättigten n-6 Fettsäuren. Diese senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und beugen so z.B. Herzinfarkten effektiv vor.

Richtig ist, dass Fett per se nicht dick macht. Wer jedoch zu viel Fett isst, sprengt schnell seinen Tagesbedarf an benötigter Energie und das führt zu Übergewicht.

Hinsichtlich seiner gesundheitlichen Effekte, sollte Fett daher v.a. in seiner Zusammensetzung beurteilt werden.

 

Setzt man diese Ergebnisse in Lebensmittelempfehlungen um, so ist der

  • Konsum von fettem Fleisch und Wurstwaren zu reduzieren
  • Bei allen tierischen Produkten (außer Fisch) sind fettarme Varianten zu bevorzugen.
  • Gleichzeitig sollte der Verzehr von fettarmen pflanzlichen Produkten – allen voran Gemüse, Obst und Vollkornprodukte – erhöht werden.
  • Bei Verwendung von Fetten und Ölen sollten vorzugsweise hochwertige Öle wie Raps-, Oliven- oder Leinsamenöl zur Anwendung kommen.
  • Weiterhin sollte man vorsichtig beim Einkauf von „Light“- Produkten sein.  Wo “Light” drauf steht ist nicht unbedingt „leicht“ drin.  Das liegt daran, dass fettreduzierte Lebensmittel oft mehr Kohlenhydrate enthalten. Auch wird Zucker oft durch Süßstoff ersetzt, welcher zwar weniger Kohlenhydrate hat, dafür aber den Appetit anregt.

Im Weiteren bietet aus unserer Sicht die Anpassung der Ernährung mittels hochwertigster Proteinpräparate die Möglichkeit auch gerade für Menschen mit unregelmäßiger und unausgeglichener Nahrungszufuhr, die Ernährung dauerhaft zum gesundheitlichen Vorteil anzupassen.

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Tags: Fett,Fettabbau,SEP

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