Methoden der Körperfettmessung

Es gibt mehrere Methoden der Analyse der Körperzusammensetzung.

Letztendlich geht es darum, verlässlich zu bestimmen, welches Ausmaß die einzelnen Kompartimente des Körpers haben, um Aussagen zu treffen über die Menge des Körperwassers, der fettfreien Masse oder Körperzellmasse als Maßstab für die Muskelmasse und v.a. auch der Fettmasse.

Internationale Fachgesellschaften stellen in groß angelegten Studien fest, dass eine übermässige Ansammlung von Fett die Lebenserwartung beeinträchtigt.

Ausserdem ist die sportliche Leistungsfähigkeit durch eine zu grosse Menge an Körperfett eingeschränkt, ein zu niedriger Anteil wiederum birgt andere gesundheitliche Risiken und ist oft mit Mangelernährungserscheinungen verbunden.

Anhand der im Rahmen einer Körperfettbestimmung erhobenen Parameter lassen sich sowohl internistische als auch Bewegungs- und Ernährungsstrategien planen, Therapieverläufe dokumentieren und anpassen.

Körperfettmessung Methoden

  • In der ambulanten und stationären Medizin hat sich dabei die sogenannte BIA-Methode (BodyImpedanzAnalyse) etabliert in Erweiterung zur eher veralteten Hautfaltendickenmessung. Auch werden viele wissenschaftliche Studien durchgeführt, die Messwerte der BIA zur Grundlage haben.
  • Körperfettwaagen setzen prinzipiell auf die der BIA zugrunde liegenden Technik, wobei jedoch diese Messmethode medizinischen Zwecken nicht genügen kann, da  die Werte inakzeptablen Schwankungsbereichen unterliegen.  Diese Technik ist somit auch in der Anwendung zuhause weitestgehend unsinnig.
  • Auch die NIR (Nah-Infrarot)–Technik hat sich bewährt und wird in unseren Klinikbereichen bei speziellen Fragestellungen eingesetzt. Diese zusammen mit ultraschallgestützten Methoden stellen für Alltagssituationen die einzig sinnvolle Alternative zur BIA dar, bieten allerdings keinen weiteren Genauigkeits oder Informationsvorteil.
  • Die weiteren verfügbaren Methoden sind nicht sinnvoll einsetzbar und haben sich auch gerade gegenüber den Referenzmethoden DEXA und Densitometrie nicht bewähren können. Die Referenzmethoden sind für den klinischen Alltag unbrauchbar und stellen somit bei dieser Fragestellung lediglich den Bewertungsmassstab dar.